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Die VGF packt aus: Die neuen U-Bahnen des Typs "U5"Bearbeiten

Die Auslieferung der neuen U-Bahn-Wagen beginnt, von Sommer an werden die Fahrzeuge eingesetzt, der letzte der 146 "U5"-Wagen soll im September 2015 in Frankfurt sein.

"Wir sind sehr froh, mit dem Kauf der neuen Bahnen die Weichen für die Zukunft gestellt zu haben", sagte VGF-Geschäftsführer Michael Budig. "Eine Stadt wie Frankfurt benötigt dringend einen leistungsfähigen öffentlichen Nahverkehr. Ohne ein solches System, das wir natürlich ständig modernisieren und verbessern, ist eine nachhaltige und positive Entwicklung der Stadt nicht möglich", fügte er hinzu. Dafür wiederum sei die Investition in neue und moderne Fahrzeuge zwingend notwendig, auch wenn das Land die Beschaffung nicht finanziell unterstützt habe. Auch sein Kollege in der Geschäftsführung, Werner Röhre, ist mit dem Fahrzeug sehr zufrieden. "Das ist ein klares Signal: Die VGF und die Stadt investieren in Frankfurts Zukunft, denn diese U-Bahn-Fahrzeuge werden auf Jahrzehnte hinaus das wichtigste Verkehrsmittel in der Stadt sein", sagte Röhre mit Blick sowohl auf das bestehende Netz als auch die geplante Erweiterung durch den Teilsabschnitt "D IV" über den Riedberg.Hersteller ist der kanadische Wagonbauer Bombardier Transportation (BT), der von 2003 bis 2007 schon insgesamt 65 Niederflur-Straßenbahnen des Typs "S" geliefert hat. Der jetzige Auftrag, der ein Volumen von rund 300 Millionen € umfaßt, bedeutet die größte zusammenhängende Fahrzeug-Beschaffung im öffentlichen Personen-Nahverkehr in Deutschland. Entsprechend der bei der VGF üblichen Typenbezeichnung, werden die neuen Fahrzeuge als "U5" geführt. Zum Linien-Einsatz kommen die ersten drei Fahrzeuge - alle im Zuge der laufenden Imagekampagne mit dem VGF-Slogan "Alle fahren mit" geschmückt - von Sommer an, da sie bis dahin noch die umfangreiche und zeitaufwendige Zulassungs-Prozedur durchlaufen müssen. Dazu gehören unter anderem Testfahrten und Bremsproben, die nicht nur auf dem Testgleis der Stadtbahn-Zentralwerkstatt in Praunheim vorgenommen werden können. "Heimatbahnhof" der ersten Fahrzeuge ist das Depot Heddernheim, von wo aus die Linien U1, U2 und U3 bestückt werden. Die VGF plant bis Ende September 2015 den Fuhrpark komplett zu modernisieren und Fahrzeug um Fahrzeug den heute auf den Linien U1, U2, U3 und U7 eingesetzten Typ "U2" sowie die Duewag-Achtachser des Typs "PtB" auf den Linien U5 und U6 zu ersetzen. Weiter im Dienst bleiben die Typen "U3" und "U4". Bombardier hat für die Fahrzeuge eine eigene Typen-Bezeichnung: "Bombardier FLEXITY Swift". Die Bestellung ist in zwei Varianten aufgefächert: Zum einen in 54 Zweirichtungsfahrzeuge mit einem Gelenk, drei Drehgestellen, sechs Achsen und einer Länge von jeweils 25 Metern, die die VGF mit dem Arbeitstitel "U5-25" bezeichnet. Sie werden zuerst ausgeliefert. In ihnen stehen 48 Sitz- und 130 Stehplätze sowie sechs Klappsitze im Behindertenabteil den Fahrgästen zur Verfügung. Sie werden - genau wie die schon vorzugsweise auf der Linie U2 im Einsatz befindlichen Fahrzeuge des Typs "U4" - vier Türen pro Seite haben und damit einen schnellen Fahrgastwechsel an den Haltestellen ermöglichen. Zum anderen umfaßt die Bestellung 46 Zweirichtungsfahrzeuge, die aus zwei 25-Meter-Einheiten bestehen, die in der Mitte mittels einer Kurzkupplung und einem Personenübergang mit einander verbunden sind. Diese als "U5-50" bezeichneten Bahnen sind 50 Meter lang, haben drei Gelenke, acht Türen pro Seite sowie sechs Drehgestelle mit insgesamt zwölf Achsen. Sie bieten den Fahrgästen im Innenraum 104 Sitz- und 258 Stehplätze sowie zwölf Klappsitze und sind auf der ganzen Länge begehbar, was nach allen Erfahrungen - so etwa bei den modernen U-Bahnen der Berliner BVG - sowohl die subjektive Sicherheit der Fahrgäste verbessert als auch die soziale Kontrolle. Diese längeren Bahnen, neu bei der VGF, werden zum Ende ausgeliefert.Genau wie die längeren Fahrzeuge "U5-50" sind die "U5-25" mit den rund zehn Jahre alten "U4"-Wagen zu kuppeln. Dadurch entsteht in der Zukunft ein einheitlicher Fuhrpark aus miteinander kuppelbaren U-Bahn-Zügen, was es der VGF möglich macht, den Fahrzeug-Einsatz auf allen bestehenden und / oder zukünftigen Linien flexibel zu gestalten.Im Inneren der Bahnen orientiert sich die VGF hinsichtlich Ausstattung und Komfort an den bewährten "S"-Wagen. Bei deren Inbetriebnahme hatte die VGF schon alle Wünsche von Behindertenverbänden und Fahrgastorganisationen verwirklicht. Dazu gehören die gelben - und in Türnähe taktilen - Haltestangen ebenso wie ein modernes und übersichtliches Fahrgast-Informationssystem, das optisch und akustisch über die nächste Station, über Umsteige-Relationen und die danach folgenden Haltestellen aufklärt. Auch für Rollstuhlfahrer und Fahrgäste mit Kinderwagen oder größerem Gepäck ist ausreichend Platz vorhanden. Erstmals werden mit den Typen "U5-25" und "U5-50" in Frankfurt U-Bahnen mit Klimaanlagen verkehren - was sowohl Fahrer als auch Fahrgäste im Hochsommer zu schätzen wissen und womit die VGF wesentlich zur Verbesserung der öPNV-Qualität beiträgt. In Zusammenhang mit den positiven Erfahrungen beim "S"-Wagen steht auch die Ausstattung eines Teils der neuen U-Bahn-Flotte mit Videokameras. Diese haben sich in den Niederflurbahnen bewährt, obwohl sie nur in elf der insgesamt 65 Wagen installiert sind. Im Vergleich mit Fahrzeugen der von der DB AG etwa zeitgleich in Frankfurt in Dienst gestellten S-Bahn-Baureihe 423, die über keine derartige Ausrüstung verfügen, ist der Erfolg dieses Projekts sichtbar: keine zerkratzten Scheiben, keine zerschlitzten Sitze, keine beschmierten Wände. Die VGF nimmt das zum Anlaß, in den 29 ersten "U5-25"-Wagen Kameras einzubauen, was etwa 20 Prozent des neuen Fuhrparks entspricht. über das weitere Vorgehen wird die VGF zu gegebener Zeit entscheiden, alle anderen Wagen werden jedenfalls so ausgestattet, daß eine unkomplizierte, schnelle und günstige Nachrüstung möglich ist.Aber nicht alle Besonderheiten der "Neuen" sind für die Fahrgäste bemerkbar oder von unmittelbarem Vorteil: So verfügen die "FLEXITY Swift"-Bahnen von Bombardier über einen Antrieb mit moderner Drehstromtechnik, mit dem sie eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 80 km/h erreichen und Steigungen von bis zu fünf Prozent bewältigen können - was insbesondere auf der Neubaustrecke "D IV" über den Riedberg von Bedeutung sein wird. Beim Bremsen wiederum speisen die Fahrzeuge umweltfreundlich Energie ins Netz zurück.VGF-Geschäftsführer Michael Budig verweist im Zusammenhang mit der Fahrzeug-Beschaffung auch auf den mobilitätsgerechten Ausbau des Frankfurter U-Bahn-Systems: "Seit vielen Jahren wendet die VGF mit Unterstützung aus GVFG-Fördermitteln des Landes und des Bundes sowie aus Mitteln der Stellplatzablöse beträchtliche Summen auf, um das Stadtbahn-System in Frankfurt - umgangssprachlich auch einfach als ?U-Bahn? bezeichnet - auf ein einheitliches Niveau umzubauen und so allen Fahrgästen einen optimalen Nutzungskomfort zu garantieren."Zu einem solchen barrierefreien und behindertengerechten System gehören nicht nur moderne Fahrzeuge, sondern auch entsprechende Infrastruktur. Ziel der VGF ist es, die Bahnsteige aller U-Bahn-Stationen im Netz auf eine Höhe von rund 80 Zentimetern über der Schienenoberkante zu bringen. Für 2008 plant die VGF den Umbau der U3-Stationen "Portstraße", "Glöcknerwiese" und "Weißkirchen Ost", im vergangenen Jahr waren im Rahmen des vom Unternehmen aufgelegten Stations-Modernisierungs-Programms "Nieder-Eschbach", "Sandelmühle" und "Kalbach" (alle Linie U2) umgebaut worden. Die dazu passenden U-Bahnen sind die schon seit Mitte der 90er Jahre einsetzten "U4"-Fahrzeuge und der nun am Beginn seiner Auslieferung stehende "U5"-Wagen. Ihr Fahrzeug-Innenboden liegt ebenfalls ca. 80 Zentimeter hoch, was einen stufenlosen übergang zwischen U-Bahn und Bahnsteig ermöglicht. Da die Türen darüber hinaus nicht durch Mittelstangen getrennt sind, ist auch für Rollstuhlfahrer und Fahrgäste mit Kinderwagen ein problemloser Ein- und Ausstieg möglich. Mit dieser wesentlichen Komfortverbesserung geht ein schnellerer Fahrgastwechsel an den Stationen einher, hierdurch können Verspätungen nachhaltig verringert werden. "Mit dem Einsatz der neuen ?U5?-Wagen kann die VGF erstmals auch auf der A-Strecke mit den Linien U1, U2 und U3 eine durchgängig barrierefreie und behindertengerechte Zugangssituation anbieten", so Budig. Gerade für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste in Frankfurt - zu denen viele ältere Menschen zählen, die in hohem Maße auf das öPNV-Angebot angewiesen seien - bedeute der Einsatz moderner "U4"- und "U5"-Fahrzeuge eine deutliche

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